Minarette?

Beitragvon Millinger » Do 3. Dez 2009, 12:05

....vom Islam überzogen wird?

Nun warum nicht? und wer will es bei dem anhaltenden Bevölkerungswandel verhindern?
Glauben, Gläubigkeit, Religion sind immer von der vorherrschenden Gesellschaft geprägt. Kleinasien, früher unter römischer Verwaltung ist das Urgebiet der apostolischen Christianisierung. Auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei standen schon christliche Kirchen, als hier in Deutschland die Bärenfellträger noch mit brennenden Fackeln um die Donar-Eiche rannten. Aus dem nahen Osten haben sich sowohl Christentum, als auch später der Islam verbreitet. Mit den Handelsströmen in die verschiedenen Richtungen, überall dort hin wo Menschen waren. Glaube, Religion aber auch Gesellschaftsnormen sind nicht an feste geografische Grenzen gebunden. Sie sind dynamisch und wandelbar.
Haben wir Angst vor dem Islam oder sind wir nur erschreckt, wie wenig wir selber unseren Glauben hier im Abendland praktizieren? Wollen wir anderen vorwerfen, dass sie ihren Glauben praktizieren, wir unseren vernachlässigen?
Ich sehe dies völlig gelassen, weil eine Annäherung an die Moderne kann dem Islam nur gut tun. Was wir hierzu jedoch brauchen, sind integrationswillige Moslems die erkennen, dass moderne Gesellschaft mit Konsum und Gewinnstreben und religiöser Glauben sich nicht ausschliessen müssen.
Auch unsere Kirche hat neben der Reformationsbewegung, später auch die Zeit der Aufklärung aushalten müssen.

Die Arbeit für den Körper, das Gebet für die Seele. Ein Mensch, der sich um sein Seelenheil sorgt, wird sich der Religion zuwenden, bei der er sich geborgen fühlt.

Humanismus ist eine der Lehren, die eigentlich aus dem Christentum mit dem Grundsatz der Nächstenliebe entstanden ist. Diesen Humanismus, d.h. die Sorge um den Menschen einschliesslich seiner Bedürfnisse und seinem Seelenheil als Einzelperson und die daraus abzuleitende Humanität sind die Dinge, die im Islam eher nicht publiziert werden, im Koran aber sicherlich zu finden sind. Ich denke, dass Mevlana einer dieser humanitären Denker unter des Islamgelehrten war. Ansonsten hätte ich keine Erklärung für seine Werke, aus denen überwiegend die Liebe zum Mitmenschen, auch des Andersgläubigen spricht.

Deshalb keine Angst vor Minaretten, keine Angst vor dem Islam. Angst vor Irregeleiteten und Eiferern. Verschiedene islamische Staaten sind schon in der Moderne angekommen, anderen eben noch auf einem sehr, sehr weiten Weg dorthin.


Grüße
carpe diem
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Eigentlich Minarette...

Beitragvon Keykubat » Do 3. Dez 2009, 12:55

Eh boh,

danke Millinger. Einen Kirchengang habe ich mir gespart..


Ich denke, dass Mevlana einer dieser humanitären Denker unter des Islamgelehrten war. Ansonsten hätte ich keine Erklärung für seine Werke, aus denen überwiegend die Liebe zum Mitmenschen, auch des Andersgläubigen spricht.


Ich z.B. habe Erklärungen für seine Werke, aber keine Erklärung warum sich keiner der von dir so geschätzten
Moslems dran hält.

Immer wieder die Versuche irgendwas schön zu reden was nicht schön ist. Und am Ende kommt immer der Vergleich mit der christlichen Kirche oder "steht aber nicht im Koran das der seine Schwester meucheln soll"

"Die" sind einfach anders und mal dran "mir" das zu erklären....

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Beitragvon Millinger » Do 3. Dez 2009, 15:35

keiner hält sich dran......? geschätzte Moslems?

Nun ich kenne genug Moslems, die sich eben doch dran halten.

und geschätzte? Nun ich versuche zumindest nicht alle in einen Topf zu werfen und bin sicherlich kein Fan von Islamisten.
Ich will auch den Schweizern ihr Recht auf Ausübung der Basisdemokratie nicht absprechen.
Ich habe mich lediglich dazu geäussert, wie ich über den Ausspruch denke, dass "unser Land vom Islam überzogen wird".

Als Frage an Dich allerdings: wie kann man Fan eines Landes oder einer Stadt sein, in dem/der mindestens 90% der Bewohner Moslems sind und man nicht ein Mindestmass an gebührendem Respekt entgegenbringt?
Oder wird hier unterschieden in den Lieblingskellnermoslem im 5 Sterne All - In oder dem Gastarbeiterzugezogenenmoslem in der Nachbarschaft in Deutschland?

Aber wie gesagt: jemanden miss zu verstehen ist recht einfach, wenn es auch stets in die falsche Richtung führt.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten, egal mit wem und ob privat oder dienstlich, hat für mich und mein Gegenüber die Religion noch nie eine Rolle gespielt. Ich hoffe das bleibt so.

Grüße
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weg von den Minaretten...

Beitragvon Keykubat » Do 3. Dez 2009, 16:05

Ich will auch den Schweizern ihr Recht auf Ausübung der Basisdemokratie nicht absprechen.


Da freuen sich aber die Schweizer.

Als Frage an Dich allerdings: wie kann man Fan eines Landes oder einer Stadt sein, in dem/der mindestens 90% der Bewohner Moslems sind und man nicht ein Mindestmass an gebührendem Respekt entgegenbringt?


Wenn du eine Frage stellst mußt du sie nicht zwingend selbst beantworten.

Vor allem wenn man viel "eigene Meinung" hat...

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Beitragvon Millinger » Do 3. Dez 2009, 16:17

nun ich fürchte, du hast mich wieder nicht richtig missverstanden. :-))
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Beitragvon Karin+Gerhard » Do 3. Dez 2009, 18:34

Hey Gunnar, du musst nicht mit aller Gewalt in den Krümeln suchen, die Dir Schorsch dahin geworfen hat - akzeptiere doch einfach, dass seine meinung sehr akzeptabel ist, auch wenn Du dich vielleicht um Nuancen entfernst.
Mit persönlich ist das egal, wie dieses höhere Wesen, dass so viele verehren, genannt wird. Gott oder Allah oder Manitou oder oder oder - Fakt ist, dass es Moslems gibt, die veersuchen, nach den Idealen des Islam zu leben genauso wie es Christen gibt, die versuchen nach den Geboten der Bibel zu leben.
Fakt ist auch, dass wesentlich mehr Menschen sich den Deubel drum scheren, was in diesen Schriften steht und ich gehe einfach mal davon aus, dass die Schweizer, die bei diesem Volksentscheid eine Ja-Stimme abgegeben
haben, einfach Angst vor diesem Islam haben, der da tagtäglich über die Bildschirme flimmert.
Kein Terrorist, der nicht zu Allah betet und sein Handwerk im Namen seines Gottes ausübt; so wie in früheren Zeiten die Christen im Namen Gottes Indios abgeschlachtet haben. Nur haben wir das vergessen.
Hilfe bringt eigentlich nur gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen und - wenns denn klappt - die Achtung vor dem jeweils anderen. Der ist auch nur ein Mensch mit Nöten und sorgen.
Aber diese Quadratur des Kreises lösen wir nicht.
Gerhard
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Beitragvon Millinger » Fr 4. Dez 2009, 09:17

ebend !
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Beitragvon kallemux » Fr 4. Dez 2009, 14:47

Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheiches und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Pfaffen in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, selbst die kleinsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgelegt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt der Kleider, den Lehrstoff in der Schule, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. - Kemal Atatürk

Mehr muss nicht gesagt werden.
1.Forentreffen 17.05.2009 Green Beach...ich war dabei :-)
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